Wie die Mimik die Emotion beeinflusst, Blog

 

Was die Mimik mit deinen Emotionen zu tun hat?

 

Das Schönste was du tragen kannst, ist ein Lächeln.“



Unser Körper und unsere Gefühlswelt sind untrennbar miteinander verknüpft.



Wie innen so außen. Wie außen so innen. Seit einiger Zeit ist das auch wissenschaftlich bewiesen.

Eigentlich wussten die Menschen das schon immer. Es scheint nur, die moderne Welt verdrängt die einfachsten und grundlegendsten Dinge des Lebens. Oder vergisst sie, in der Hektik des Alltags.



Zum Glück gibt es aber immer mal wieder neugierige Wissenschaftler die diese Zusammenhänge genauer betrachten. Und so findet das vergessene Wissen wieder zurück in unsere Welt.



Bevor ich die Übungen zeige, ist es bestimmt interessant für dich, ein paar Hintergründe und Zusammenhänge zu wissen.



Alle Menschen, vom westlichen Stadtmensch bis zum Dschungelkönig im Regenwald, kennen 7 Grundemotionen. Diese drücken sich in der Mimik und in der körperlichen Reaktion, überall gleich aus. Diese Emotionen werden von (fast) allen Menschen bei Anderen erkannt. Außer es liegen schwerwiegende psychische Erkrankungen vor. Autisten, Soziopathen oder Psychopathen können das nicht. Aber wir gehen jetzt vom gesunden Menschen aus.



Ein bedeutender Wissenschaftler auf dem Gebiet der Emotions- und Mimikforschung ist: Paul Ekman. Er beschreibt 7 Basisemotionen.



Das sind: Angst, Überraschung, Ekel, Ärger, Verachtung, Trauer und Freude.



Jedes Gefühl löst bestimmte Prozesse im Körper aus. Diese körperlichen Reaktionen sind uns angeboren. Bei Angst schütten wir z.B. Stresshormone aus, die unseren Kreislauf aktivieren. Im Falle einer Gefahr könnten wir dann sehr viel schneller wegrennen. Das kann uns das Überleben sichern. Das bedeutet jedoch auch, dass Stresshormone, die nicht körperlich abgebaut werden, erheblichen Schaden anrichten und uns krank machen.



Wenn du mal wieder in einer Situation bist, in der du dich ärgerst, beobachte deine Mimik.

Ein Laecheln



Du wirst feststellen, dass deine Augenbrauen nach unten und nach innen gezogen sind.

Die Lippen aufeinander gepresst oder zumindest angespannt sind.

Wenn es dir dann gelingt, dein Gesicht zu entspannen, vor allem die Augenbrauen, dann wirst du merken: Mit entspannten Augenbrauen ärgert es sich nicht gut.



Wenn wir Freude empfinden, gehen unsere Mundwinkel nach oben. Ohne diese körperliche Reaktion freut es es sich nicht gut. Auch das kannst du im Selbsttest ausprobieren.



Unser Körper reagiert auf unsere Mimik mit dem passenden Gefühl.

Das können wir positiv nutzen.



Wenn wir nicht gut drauf sind und die Mundwinkel nach unten hängen, sollten wir uns dazu bringen, die Mundwinkel in eine “Lächelposition“ zu bekommen. Denn darauf schickt unser Körper die zugehörige Emotion. Mit dem Resultat, dass es uns besser geht.



Wir empfinden Freude, Glück, Begeisterung, Zufriedenheit.



Doch wie soll das gehen?

Ich gebe ehrlich zu, die Empfehlung bei Ärger auf das stille Örtchen zu gehen, die Mundwinkel mechanisch nach oben zu ziehen und zu grinsen, klappt bei mir nicht.



Wenn ich mir jedoch sage: “Ich mache jetzt eine Gesichtsyoga Übung!“. Dann geht das bei mir viel besser. Vielleicht klappt das bei dir auch!



Wie du ein unwiderstehliches Lächeln trainierst und deine Stimmung verbessern kannst?



Zeige ich dir in diesem Video: 

 

 

Franka Baddura, Juli 2021  

 

 

 

 

Blogartikel, F, Baddura

 

Einen Wald-Cocktail bitte!

Wie uns die Natur heilen kann.

 

Nach dem langen und kalten Winter hatte ich große Sehnsucht nach der Farbe grün.

Ich meine dieses satte, saftige grün, wenn die Natur in voller Blüte steht.

Dieses Jahr musste ich lange darauf warten. Die Natur ließ sich viel Zeit, um richtig los zu legen.

Deswegen habe ich meine Sehnsucht beim malen gestillt.

Dabei habe ich gemerkt, wie wichtig für mich eine natürliche Umgebung, Pflanzen und Tiere sind.

Und das sie eine unerschöpfliche Quelle der Inspiration darstellen.

 

Hildegard von Bingen sprach bereits von der “Grünkraft“. Sie meinte damit die wohltuende und gesundheitsfördernde Wirkung der Pflanzen. Und das kann eigentlich jeder bestätigen. Wir sehnen uns alle danach.

 

Es scheint jedoch, dass der moderne Mensch seine eigenen Wurzeln verdrängt. Oftmals wird die Natur als etwas Abgetrenntes wahrgenommen. Als etwas irgendwo da draußen. Etwas, dass mit den Menschen nichts mehr zu tun hat. Die Umwelt eben …

 

Doch lässt sich unsere Entwicklungsgeschichte so einfach austrixen?Kunstwerk Albero Dea von Franka Baddura

 

Ich glaube nicht!

Ob wir es wahrhaben wollen oder nicht.

Der Mensch ist ein Naturwesen.

Er entwickelte sich über Jahrmillionen in der Natur.

Er ist ein Teil von ihr.

 

Diese Erkenntnis ist keine Frage der Weltanschauung! 

 

Die gesundheitsfördernde Wirkung lässt sich mittlerweile mit knallharten wissenschaftlichen Methoden beweisen.

Was viele von uns intuitiv schon immer wussten ist schwarz auf weiss messbar.

 

Die Kraft der Natur kann uns sogar heilen.

 

Wenn Patienten im Krankenhaus, aus ihrem Fenster in die Natur blicken können. 

Wie z. B. auf einen Baum. 

Dann genesen sie besser und schneller, als wenn sie auf Häuser oder Mauern schauen.

Das konnte in zahlreichen Studien nachgewiesen werden.

 

Wenn allein schon der Anblick so förderlich ist. Was passiert dann, wenn wir mitten in der Natur sind?

Im Wald zum Beispiel?

 

Wir kennen den wohlriechenden Duft eines Waldes.

Was da so gut duftet, sind sekundäre Pflanzenstoffe und die sind sehr gesund.

Wir können sie mit der Nahrung aufnehmen. Deswegen ist eine vorwiegend pflanzliche Ernährung mit viel Gemüse, Kräutern und Obst so gesund.

 

Kunstwerk Paradies von F. Baddura

 

Wir können die wertvollen Substanzen auch einatmen.

 

Der Wald schenkt uns einen großen Cocktail an gesundheitsfördernden Stoffen, die unser Immunsystem stärken.

Es handelt sich dabei um bioaktive Substanzen, die von den Pflanzen abgegeben werden.

 

Eine sehr große Gruppe sind die Terpene. Etwa 40 000 soll es von ihnen geben.

Mithilfe dieser Terpene kommunizieren die Pflanzen untereinander.

Sie können damit Informationen austauschen. So schützen sie sich z. B. vor Fressfeinden.

 

Die Information, dass eine Gefahr droht, wird über die Terpene von den Bäumen an die Luft abgegeben. Der Wind verbreitet sie in der Umgebung.

Die Terpene und die darin enthaltenen Informationen erreichen die Artgenossen in der gesamten Umgebung.

Und so können sie bereits Abwehrstoffe produzieren, bevor die Fressfeinde bei ihnen angekommen sind.


Kunstwerk

Nach einem Tag im Wald oder auch schon nach einem Waldspaziergang ist unser menschliches Immunsystem deutlich gestärkt.

 

Bei Testpersonen konnte festgestellt werden, dass die Killerzellen im Körper dann deutlich erhöht sind. Und dass sie sehr viel aktiver ihre Arbeit tun. Nämlich:

Den Körper vor Feinden wie Bakterien und Viren schützen.

Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Terpene mit unserem Immunsystem kommunizieren, genau so, wie sie es auch mit den Pflanzen tun.

 

Der Mensch kommt aus der Natur und hat sich in ihr entwickelt. Wir sind immer noch mit der Natur verbunden.

Was für ein Glück!

 

Die Waldatmosphäre einatmen ist in Japan mittlerweile eine anerkannte Heilmethode.

Auch hierzulande beschäftigen sich immer mehr Menschen mit diesem Thema. Und nutzen die Kraft und die wohltuende Wirkung.

Der Psychotherapeut und Philosoph Erich Fromm etablierte den Begriff “Biophilia“.

Er meinte damit die Liebe zum Leben.

Die eng damit verknüpft ist, dass wir Menschen uns mit der Natur verbinden wollen.

Das war immer so und das wird auch immer so bleiben.

 

Die blühenden Gärten, die Wildblumen-Wiesen, die kleinen Balkone, die in den Städten immer mehr zu kleinen Oasen werden, bezeugen das. 

 

 

Literaturtipp: 

Wer mehr wissen möchte, dem lege ich dieses Buch an´s Herz:

“Der Biophilia Effekt“, von Clemens G. Arvay

 

 

Ich wünsche dir viele erholsame Momente in der Natur. 

 

In diesem Video zeige ich dir eine Übung, mit der du noch mehr in die Wald-Atmosphäre eintauchen kannst: 

  

 

 

 

Franka Baddura, Mai 2021

 

Bild zum Blogbeitrag Fashion, von F. Baddura

 

 

Ist das Fashion … oder kann das weg?

 

Heute wollte ich mir die neue Frühjahrsmode anschauen. Normalerweise genieße ich ich es sehr durch die Läden zu schlendern. Die Schnitte, die Farben, die Stoffe, das Material zu sehen und zu fühlen. Das was mir gefällt anzuprobieren. Um dann mit ein paar Schätzchen für die neue Saison nach Hause zu kommen.

 

Nun ja... 2021 muss man im Internet schauen. Das hat Vorteile aber auch ganz schön viele Nachteile. Das soll jetzt aber nicht mein Thema sein.

 

Was mir heute aufgefallen ist oder besser gesagt, was mich ärgert. (Nicht in allen Shops aber doch in einigen zu viel):

 

Der Ausdruck und die Körperhaltung der Models!

 

Ich sehe verzerrte und an Krankheit erinnernde Posen.

 

Mir gingen tatsächlich Fragen durch den Kopf wie: Hat sie einen Hexenschuss? Oder Migräne?

Ich sehe junge Frauen mit einem Habitus einer Greisin.

Ich sehe gekrümmte Körper, Ich sehe hoch gezogene und nach vorn verschobene Schultern, dazu verschränkte Arme.

Ich frage mich beim betrachten der Bilder: Schämt sie sich für ihre Brust?

Schämt sie sich für ihren Körper?

Das tut mir richtig weh. Nicht nur, weil ich als Tänzerin großen Wert auf eine gesunde Haltung und Ausstrahlung lege.

Das tut mir weh … als Frau!

 

Was für ein “Schick“ soll uns hier verkauft werden?

 

Und was macht das mit den jungen Frauen die noch auf der Suche sind? Die sich noch finden? Die sich an Vorbildern orientieren wollen?

 

Tatsächlich begegnen mir diese Körperhaltungen zu oft auf der Straße. Ich beobachte Menschen die scheinbar überhaupt kein Gefühl für ihren Körper haben. Die keine Ahnung davon haben, wie sich Spannung und Entspannung anfühlen.

 

Das Schlimme ist: Es ist dann auch egal, was für Klamotten dran hängen. Es sieht einfach alles nach nix aus. Im übrigen fühlt es sich auch nicht gut an. Das kann jeder in einem Selbsttest mal ausprobieren.

 

Übung:

Stelle dich hin und konzentriere dich auf deinen Körper. Atme tief ein und aus. Stell dir vor: Jemand zieht einen imaginären Stöpsel. Jetzt entweicht (wie bei einem Schwimmreifen) die Luft, also die Körperspannung. Stell dir eine Skala von 0 bis 10 vor. Lass so lange die Luft/Spannung raus, bis du bei 0 angekommen bist. Jetzt beginnst du wieder deinen Körper mit Spannung zu füllen. So als würde dich jemand mit Kraft und Energie aufpumpen.

Stell dir dabei wieder die Skala von 0 bis 10 vor. Die 10 ist das Maximum. Mehr Spannung geht nicht. Wiederhole die Übung so oft du willst und achte darauf, wie du dich in den einzelnen Etappen fühlst.

 

Im Leben sind alle Etappen der Skala wichtig. Wenn wir wirklich entspannen wollen, sollten wir uns im unteren Bereich, bis hin zur 0 bewegen können. Wenn wir wach, aktiv und aufmerksam sein wollen, müssen wir uns in den oberen Bereich begeben. Sonst wird das leider nichts. Wenn wir es nicht schaffen uns selbst mit Körperspannung zu versorgen, werden wir uns immer müde und schlapp fühlen. Es geht um eine innere Aufrichtung, die dabei hilft gesund und gut gelaunt durch´s Leben zu kommen. Wie Einatmen und Ausatmen – Spannung und Entspannung.

 

In meinen Workshops und Tanzkursen habe ich diese Übung sehr gern angeleitet. Immer mit wichtigen Aha-Erlebnissen für die Teilnehmerinnen.

 

Der Körper ist lernfähig, wenn die richtigen Impulse kommen.

 

Das wissen alle Tänzer und Sportler. Das wissen alle Menschen die sich mit diesem Thema bewusst auseinander setzen. Doch was passiert, wenn diese Impulse ausbleiben?

 

Zur Zeit macht es mir große Sorge, dass alle sportlichen und kulturellen Aktivitäten in der Gemeinschaft verboten sind. Besonders jetzt wäre es wichtig!

Das Internet kann diesen Verlust nur teilweise ausgleichen. Wir Menschen brauchen die Gemeinschaft. Die Motivation untereinander. Viele Menschen brauchen auch die Regelmäßigkeit eines Termins und eine gewisse Verpflichtung die sie damit eingegangen sind.

 

Stattdessen wird der Couchpotato als Held gefeiert.

Und die Mode-Ikonen können nicht mehr gerade stehen.

 

Der weibliche Körper war (und ist immer noch) vielen Projektionen ausgesetzt. Gerade in der Mode! Und jetzt wird das Thema sehr komplex.

 

Es scheint mir: Es wird damit ein Gegenentwurf zur “Sexy-Hexi“ präsentiert.

Es soll gleich gar niemand auf die Idee kommen, dass die gezeigte Frau ein sexuelles Wesen sein könnte. Also werden alle fraulichen Reize versteckt.

Wahrscheinlich wird angenommen, dass sich die Käuferinnengruppe da besser verstanden fühlt.

Nur gut gemeint ist nicht gleich gut gemacht. Hier verdreht sich das vermeintlich Gute zum extrem Schlechten.

 

Ich weiß sehr wohl, dass viele Frauen große Probleme mit dem eigenen Körper haben. Und sich gar nicht trauen aufrecht durch´s Leben zu gehen.

Am Beispiel der weiblichen Brust kann ich das gut beschreiben.

Vielen Frauen wurde eingeredet: “Deine Brust ist nicht richtig“. Manche von uns haben bereits in der Pupertät gelernt, dass es besser ist, die Brust zu verstecken. Denn es war peinlich, als die “Dinger“ auf einmal gewachsen sind. Während die einen ihre Brust als zu groß empfinden, haben die anderen Komplexe, weil die Brust zu klein ist, nicht die richtige Form hat oder was auch immer.

 

In der Mode wird seit Jahren eine knabenhafte Figur propagiert.

 

Nur die meisten Frauen sehen eben anders aus. Wahrscheinlich hat sich die Natur was dabei gedacht ;-)

So viele Frauen leiden unter diesem bescheuerten Modediktat, weil diesem Bild eben nur wenige Konstititions-Typen entsprechen.

Da könnte man doch mal die Frage stellen:

Warum sich die knabenhafte Figur in der Mode so fest gesetzt hat?

Zu diesem Thema habe ich, in einem Buch von Rüdiger Dahlke, einen interessante These gefunden.

Dafür müssen wir hinter die Kulissen der High-Fashion-Industrie schauen.

Da fällt auf, dass dort vor allem schwule Männer Karriere machen. Könnte es sein, dass schwule Männer knabenhafte Figuren bevorzugen?

 

Seit Jahren kasteien sich Frauen, um einem Modebild zu entsprechen, dass Männer entworfen haben, die gar nicht auf Frauen stehen.

Die meisten Hetero-Männer mögen nämlich durchaus die weiblichen Rundungen und können die weibliche Hysterie überhaupt nicht verstehen.

 

In Spanien sagen die Frauen: “Tragt eure Brüste wie der Stier seine Hörner.“

Das ist doch ein herrliches Statement! Dieser Satz kann Wunder bewirken und ist eine Befreiung. Ich habe es in meinen Tanzkursen selbst erlebt.

 

 

Lasst uns mit mehr Wohlwollen auf unsere Körper schauen.

Die Brüste sind die Brüste.

Ohne Wertung.

Die gehören zum weiblichen Körper einfach dazu.

Schönheit kennt viele Formen.

Und kommt vor allem aus unserem Inneren. Wenn wir bewusst und respektvoll mit uns und mit anderen umgehen, können wir wie wundervolle Blumen erblühen.

Unsere Weiblichkeit feiern.

Und aufrecht durch´s Leben gehen.

 

 

Auch in meinen Bildern reflektiere ich das Thema. Mich interessiert die Ästethik.

Die Schönheit des Lebens.

Die Weisheit der Frauen.

Das treibt mich an.

Und scheinbar braucht das unsere Welt.

 

 

 

Mein Fazit von heute:

Ich habe nichts gekauft. Mode soll Freude machen und die eigene Persönlichkeit unterstreichen. Diese Bilder haben mich abgeschreckt und nicht inspiriert. Da mache ich nicht mit!

 

Und ich lade euch ein:

 

Mit Genuss aufrecht durchs Leben zu gehen.

Uns SELBST bewusst.

In allen Facetten der Schönheit.

 

F. Baddura, 25. Februar 2021 

 

 

Franka mit ihrem Design

 

Mit schönen Dingen das Leben feiern?

 

Mein Bild "Loslassen"

gibt es übrigens auch zum anziehen.

  

Wen das interessiert, der schaue mal in meinen Künstlershop.

 

 

Hier geht es zum Design.  

 

 

 Franka Baddura, Aus Filmen für´s Leben lernen

Aus Filmen für´s Leben lernen. 

 

 

 

Ich schaue gerne gute Filme.

 

Für mich ist ein Film dann ein guter Film, wenn ich in die Geschichte eintauchen kann. Das ist möglich, wenn ich mit den Helden mitfühlen und mitwachsen kann. Ich möchte eine Wandlung und eine Entwicklung der Protagonisten erkennen, die schließlich zu einem guten Ende führt.

 

Am besten ist es, wenn ich aus dem Film eine Erkenntnis für mich und mein Leben mitnehmen kann.

 

Und tatsächlich ist es doch so:

 

In jedem erfolgreichen und guten Film wird ein Problem oder eine scheinbar aussichtslose Lage dargestellt. Die zum Besseren gewandelt werden kann, weil es Menschen gibt, die diese Veränderung herbei führen.

Diese Menschen wachsen über sich selbst hinaus. Sie sind mutig. Sie trauen sich was. Sie springen über ihren eigenen Schatten und schaffen die unglaublichsten Dinge.

Sie sind in ihrer persönlichen Entwicklung zu Helden geworden.

 

Doch wie kommt es dazu?

 

Kant über die Freiheit, Foto von Franka Baddura

Zuerst erkennen die Menschen die Situation, weil sie sich erlauben: Selbst zu denken.

Sie beginnen Fragen zu stellen. Doch sie merken: Diese Fragen dürfen nicht gestellt werden. Trotzdem beginnen sie nach neuen Lösungen zu suchen.

Dabei werden sie behindert und sie werden sogar lächerlich gemacht.

Doch sie lassen sich davon nicht abbringen. Sie fragen und suchen weiter.

Dann werden sie verunglimpft und schlimmer Taten beschuldigt.

Doch: Sie machen weiter. Dafür werden sie immer stärker bekämpft und bestraft.

 

Hier könnten die Filme dann zu Ende sein.

 

Sind sie aber nicht.

 

 

Denn wir lieben Filme mit einem Happy End!

 

Also spitzt sich die Lage zu. Die Situation scheint immer aussichtloser zu werden.

Die Spannung steigt.

 

Wir beobachten die Protagonisten dabei:

Wie sie wichtige Entscheidungen treffen müssen.

Wie sie mit Niederlagen umgehen und wie sie sich wieder aufrappeln.

Wie sie an ihren Erfahrungen wachsen.

Und wie sie immer mehr in ihre Kraft kommen.

Sie werden sich dabei immer mehr … ihrer selbst bewusst.

 

Meist bekommen sie dann Unterstützung angeboten und eine helfende Hand wird gereicht. Und hier wendet sich das Blatt und damit wird die “Wende“ eingeleitet.

 

Es werden mehr. Die zusammen stehen. Die für einander stehen.

Die Gesicht zeigen!

 

Das Problem löst sich und bringt die sprichwörtliche Erlösung.

 

Die Menschen haben sich befreit. Sie sind dabei zu Helden geworden.

Und das ist es, was wir ein Happy End nennen.

 

Vivekananda über die Freiheit, Foto F. Baddura

 

Du denkst jetzt: Das ist nur ein Film?

 

Nein. Das ist das Leben!

 

Denn Filme werden aus dem Stoff gewebt, den wir “das Leben“ nennen.

Wie sagt man so schön:

Das Leben erzählt die besten Geschichten.

 

Wir müssen gar nicht lange in unserer Vergangenheit suchen, um Parallelen zu finden.

Die Grund-Fragen der Menschen bleiben immer die selben. Die persönlichen - , die zwischenmenschlichen - und die gesellschaftlichen Fragen.

 

Am Ende werden Frieden, Vernunft und Freiheit die Oberhand gewinnen.“ Dalai Lama

 

Die Helden der Vergangenheit werden gefeiert. 

 

Weil sie eine Änderung herbei führten und weil sie für neue Erkenntnisse sorgten.

Sie haben den Raum für eine neue Sichtweise erst geschaffen. Erst danach konnte ein Umdenken stattfinden. Die dann von anderen Menschen übernommen werden konnte. Nur so war eine Weiterentwicklung überhaupt möglich.

 

Die “Helden“ der Gegenwart werden bekämpft. Das war so und das ist immer noch so.

 

Und wenn du jetzt denkst: Das passiert heute nicht mehr. Wir leben in einer modernen Zeit. Dann möchte ich dich daran erinnern, dass genau das, die Menschen in den Generationen vor uns ebenfalls dachten.

Für jede Generation ist die Zeit, in der sie lebt, eine moderne Zeit.

 

Was können wir daraus lernen?

 

Im Film werden die Menschen dann zu Helden, wenn sie beginnen für sich und für ihr Leben Verantwortung zu übernehmen. Das passiert meistens in den Momenten, in denen die Aussichtslosigkeit am größten ist.

Also: Die Frustration so groß wird, dass sie zu einem Wendepunkt wird. An diesem Punkt beginnt der Held schließlich zu handeln und führt eine aktive Veränderung herbei.

 

Die dunkelste Stunde ist kurz vor dem Sonnenaufgang.

Das wussten bereits die Philosophen der Antike.

 

Wir entscheiden, ob wir ohnmächtig zum Opfer der Umstände werden. Oder ob wir aktiv unser Leben selbst gestalten.

Ob wir sagen Können:

 

Ich bestimme über mein Leben!

 

Franka Baddura, 24. März 2021

 

 Chamfort über die Freiheit, Foto Franka Baddura

 

 

Top 10 meiner besten Filme:

 

  • Dirty Dancing

  • Avatar

  • Benjamin Button

  • Momo

  • Forrest Gump

  • Braveheart

  • Troja

  • Das Leben ist schön

  • E.T.

  • Die Farbe lila

     

     

     

 

F. Baddura, Blogbeitrag, Veraenderungen

 

Ein echtes Schätzchen 

 

In der Gartenlaube meiner Großeltern stand ein kleiner Schrank aus den 50er Jahren. Das war einmal der Kühlschrank der Familie. Nicht die Art Kühlschrank, die wir heute kennen. Sondern einfach ein Schrank für Lebensmittel. Die Vordertür war mit einer Gage bespannt, sodass die Luft gut zirkulieren konnte und die Lebensmittel vor Insekten geschützt waren.

 

Ich fand den Schrank schon immer cool. Schon als Kind wusste ich, dass ich den mal haben möchte. Dieser Schrank hat nun sehr viele Warte-Stationen hinter sich. Denn ich hatte nie den richtigen Platz und die richtige Verwendung für ihn. Die letzten Jahre stand er auf dem Carport meiner Eltern und diente als Werkzeugschrank. Schön war er nicht mehr anzusehen. Alle fanden ihn hässlich. Nur ich erkannte noch seine verborgene Schönheit. Ich wollte ihn irgendwann mitnehmen. Deswegen blieb er... und gilbte vor sich hin.

 

Doch dann war unsere Zeit gekommen. Letzten Sommer kaufte ich Schleifpapier, Pinsel und Farbe und auch noch edles Wiener Geflecht dazu. Dann ging es los. Aus dem kleinen hässlichen Ent... äh Schränklein wurde ein wahres Schätzchen. Ich hatte es immer gewusst!

Jetzt steht er bei mir im Flur und strahlt. Ein echtes Unikat ist er geworden. Gefüllt mit Erinnerungen und Emotionen.

 

Und irgendwie ist das alte Schränkchen eine Metapher für mich geworden.

 

Eine Metapher für Erinnerungen.

 

Als ich nach 13 Jahren meine Tanzschule aufgeben musste, war das sehr schmerzlich für mich.

Ich wusste noch nicht in welche Richtung es für mich weiter gehen sollte. Schließlich hatte sich mein Leben so viele Jahre um die Tanzschule gedreht. Was anderes konnte ich mir gar nicht mehr vorstellen. Dementsprechend schwer fiel mir das ausräumen.

 

Da sagte mein Freund zu mir:

Du entscheidest jetzt mit welchen Gefühlen du die Erinnerung verknüpst. Du kannst sie mit Trauer, mit Traurigkeit und Wut verbinden, weil du alles verloren hast.

 

Oder: Du nimmst die Freude mit, die du hattest. Die vielen Erfahrungen. Du nimmst das mit, was du gelernt hast und was dich zu dem Menschen gemacht hat, der du heute bist.

All das nimmst du mit! Das ist dein Startkapital für das Neue das beginnen wird.

 

Wow! Das hat gesessen und ich fühlte: Er hat recht.

 

Diese Erkenntnis hat mir anschließend oft geholfen. Immer dann, wenn die Trauer und die Wut des Verlustes, doch mal wieder bei mir anklopfte.

Jedoch: Es ist mir gelungen, aus meinen Erinnerungen an diese Zeit, ein kleines Schätzchen zu machen. Genauso ein Schätzchen wie der kleine Schrank der jetzt bei mir im Flur steht.

 

Wir entscheiden, ob unsere Erinnerungen irgendwo im Keller vermodern oder ob wir sie als Schätze bewahren.

 

Ich wünsche euch viele dieser wertvollen Schätze.

Die euch durch das Leben begleiten. Die der Beginn für etwas wunderbares Neues werden können. 

Das entscheidest du. 

  

vorher nachher Schränkchen

 Hier seht ihr mein Schränkchen wie es wieder zum Schätzchen wurde. 

 

Und hier geht es zum Video: Veränderungen meistern 

 

Franka Baddura, 5. Februar 2021

 

 

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